„Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Weib VI“.
Signiert und datiert. Verso nochmals signiert und datiert sowie betitelt und mit der Werknummer bezeichnet. Auf kräftigem chamoisfarbenem Bütten. 72 x 50,5 cm. Schwach angestaubt und Kreidepartien geringfügig verwischt. „Radetzkys Werk nimmt eine Zwischenstellung zwischen figuralem und abstraktem Expressionismus ein. Es zeigt eine stilistische Nähe zu Künstlern der CoBrA und der Münchener Künstlergruppe SPUR. Sein gestischer Duktus und Farbauftrag – oft in kräftig leuchtendem Kolorit – zeugen von impulsivem Malprozess. Sein Hauptinteresse gilt den zwischenmenschlichen Beziehungen; er malt meist persönlich Erlebtes, alle Facetten des Daseins. Die Bilder sind Ausdruck seiner Emotionen. Sowohl inhaltlich wie formal liegt dem Werk eine rhythmische, pulsierende, sinnliche Kraft zugrunde, unabhängig vom Bildsujet. Er schafft geschlossene Werkzyklen, deren jeweilige Inhalte ein Gleichgewicht zwischen dem realiter Lebendigen und dem Geistigen, zwischen Emotionalem und Intellektuellem schaffen. Des Weiteren verbindet er souverän seine Malerei mit anderen Künsten wie Literatur und Musik…. Die subjektive Wahrnehmung von Natur, Menschen, Mythen und Kultur werden als ästhetische Ganzheit in den Bildern thematisiert und persönliche Erlebnisse prägen seine Bildfindungen…. Neben großformatiger Ölmalerei umfasst Radetzkys Werk Druckgrafik sowie Serien in Kleinformat mit Aquarell und Mischtechnik auf Papier“ (AOW/AKL online). [bg]
