Katalog
Von Winterberg|Kunst
Verschaffen Sie sich einen Überblick über unsere aktuelle Frühjahrsauktion 2026. In unserem Auktionskatalog finden Sie alle Lots des Angebots. In der PDF zusätzlich wichtige Informationen zur Auktion, wie das Künstlerregister.
Auktion 112 am 18. April 2026
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VITO D’ ANCONA
Pesaro 1825 – 1884 Florenz
Il Diplomatico. Sitzender Diplomat in weißer Kleidung und rotem Gehrock. Oelstudie auf Karton.
Verso von fremder Hand betitelt und bezeichnet sowie mit zwei applizierten, handschriftlich bezeichneten Etiketten (davon eines der Libreria Gonnelli, Florenz, mit von Aldo Gonnelli sign. Provenienzangabe), bei denen bestätigt wurde, dass diese Oelstudie aus des Künstlers Archiv stammte und in den Besitz der Firma Luigi Gonnelli & Figli (Libreria Gonnelli) überging. 23,8 x 17,7 cm. Bildträger leicht gewölbt. Diese Studie stammt vermutlich aus den 1860er Jahren, als der Künstler sich allmählich von der akademischen Malweise entfernte und sich der freieren Maltechnik der Macchiaioli-Maler annäherte. Gerahmt. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 700 €
Schätzpreis: 980 €
EDOUARD DE BEAUMONT
Lannion/Côtes-du-Nord 1821 – 1888 Paris
„La fin d’un chapitre et cetera“. Junge Frau spricht angeregt mit einem gebannt lauschenden Mann mit Nachtmütze. Stellenweise in Deckweiß gehöhte und aquarellierte Bleistiftzeichnung, vermutlich Vorstudie zu einer Illustration 1856.
Signiert, datiert und betitelt. Auf leichtem Karton. 30,2 x 23,8 cm. Auf Unterlage montiert. Schwach stockfleckig. Sammlung G. Engelbrecht, Hamburg (Lugt 1148). Beiliegen: F. B. Dörbeck , Was gibt es da mein schönes Kind ? – Ochse, mach er mir nicht weiß… Blatt 12 und 14 aus der Folge „Berliner Redensarten“. 2 Bll. aquarellierte Federlithographien um 1830. Beide mit dem Namenszug, Blatt- und Folgentitel sowie Blattnummer im Stein. Auf Vélin. 13 x 9,5 und 12 x 10,5 cm (Darstellung). Beide gering gebräunt, schwach fleckig sowie mit Heftspuren am linken Rand. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 180 €
Schätzpreis: 240 €
PETER BIRMANN – zugeschrieben
1758 – Basel – 1844
Klosterruine. Oel auf Zinkblech.
Verso zugeschrieben sowie auf dem auf die Rahmenrückwand applizierten Etikett mit rotem Wachssiegel bezeichnet „Peter Birmann / Basilea / 1758-1820“ (sic!). 35,2 x 27,2 cm. Sammung „FB“ mit Äskulabstab (nicht bei Lugt). Gerahmt. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 900 €
Schätzpreis: 1.150 €
OSKAR BLUHM
Lockwitz bei Dresden 1867 – 1912 Leipzig
Galante Konversation. Husarenoffizier und Mädchen. Gouache 1901.
Signiert, datiert und ortsbezeichnet „Meissen“. Auf Vélin. 41,8 x 32 cm. Schwach fleckig. Unter Blende montiert. Oskar Bluhm, der bei Ferdinand Keller an der Karlsruher Kunstakademie studiert hatte, fand beim Publikum großen Anklang mit seinen liebevoll und detailreich ausgeführten Szenen, die vielfach Offiziere und Damen der Gesellschaft zeigen, wie bei der vorliegenden, fast in Grisaille-Manier gehaltenen Szene. Provenienz: Galerie von Abercron, München; Lempertz, Köln; Galerie Fach, Frankfurt/M. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 500 €
Schätzpreis: 750 €
OSKAR BLUHM
Lockwitz bei Dresden 1867 – 1912 Leipzig
Rendez-vous. Junger Mann beim Flirt mit einer im Schaukelstuhl sitzenden Frau. Illustrationsvorlage. Gouache 1904.
Signiert, datiert und ortsbezeichnet „Meissen“. Verso mit dem Stempel der „Meggendorfer Blätter“ (mit handschriftl. Nr. „7871“ und Künstlernamen) und weiterer Nummer „745“. Auf festem chamoisfarbenem Vélin. 41,8 x 31,8 cm. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 1.200 €
Schätzpreis: 1.450 €
ANTON BURGER
Frankfurt/M. 1824 – 1905 Kronberg/Ts.
Blick durch einen Torbogen auf eine Mutter mit Kind bei einer Haustreppe. In den oberen Ecken Studien sitzender Figuren. Weiß- und orangegehöhte Pinselzeichnung in Grau mit Bleistift.
Verso mit dem Nachlass-Stempel (Lugt 314b) mit handschriftlicher -Nummer „307“. Auf leichtem hellgrauem Vélin, recto mit parallel verlaufenden vertikalen Linien. 19,6 x 25,4 cm. Mit geglätteten Faltungen. Mit kleinen Randläsuren sowie verso leichte Klebereste in den Ecken. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 200 €
Schätzpreis: 300 €
HANS CANON, eigentl. STRASCHIRIPKA
1829 – Wien – 1885
Schulmädchen in Tracht auf dem Weg zur Dorfkirche. Oel auf Leinwand.
Signiert. 66 x 51 cm. Doubliert. Mit vereinzelten Retuschen, feinen Krakelüren und Bereibungen. Canon studierte ab 1845 an der Akademie der Bildenden Künste, Wien bei F. G. Waldmüller und C. Rahl. Daran anschließend unternahm er zahlreiche Reisen durch Westeuropa, Italien und den Orient. Von 1860 bis 1869 hielt er sich in Karlsruhe auf, dann in Stuttgart. Ab 1874 in Wien ansässig, avancierte er zum gesuchten Portraitmaler, schuf aber auch immer wieder genrehafte Darstellungen. Gerahmt. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 550 €
Schätzpreis: 750 €
JAN (JEAN) CHELMINSKI, auch VAN CHELMINSKI
Brostow/Polen 1851 – 1925 New York
Preussische Jagdgesellschaft zu Pferde. Oel auf Holz 1875.
Signiert, datiert „75“ und ortsbezeichnet „München“ 28,5 x 37,5 cm. Schwach gegilbt. Mit vereinzelten Retuschen, kleinen Farbabsplitterungen, Bereibungen und Kratzspuren, hauptsächlich im Bereich der Ränder. Chelminski war Schüler bei J. Kossak in Warschau. Ab 1873 studierte er an der Münchner Akademie bei A. Strähuber und A. Wagner. Ab 1875 war er Schüler von J. Brandt bzw. 1876 von F. Adam. Er beschickte seit dieser Zeit zahlreiche Ausstellungen in München, Berlin, Wien, London und Paris. Seine lebendig komponierten und flott gemalten Soldaten- und Jagdszenen, meist aus der Rokokozeit, fanden großen Beifall und wurden auch ins Ausland verkauft, so daß Chelminski 1884 nach Amerika übersiedelte, aber auch in London und zumeist in Paris tätig war, bevor nach New York zurückkehrte. Seit den 1890er Jahren malte der Künstler vorwiegend Schlachtenszenen und Kriegsbilder aus dem Zeitalter Napoleons I. und der polnischen Legionen. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 1.500 €
Schätzpreis: 2.200 €
PETER VON CORNELIUS
Düsseldorf 1783 – 1867 Berlin
Hananias vor dem mahnenden Petrus und zwei Aposteln, darüber der Heilige Geist. Illustration zur Apostelgeschichte, Kapitel 5, Vers 2. Lavierte Federzeichnung in Grau über Bleistift.
Rechts unterhalb der Darstellung signiert. In der linken unteren Blattecke mit Bibelreferenzangabe in Bleistift von fremder Hand. Auf leichtem chamoisfarbenem Karton. 33 x 41 cm. Breiter Randbereich schwach fleckig und leicht angestaubt. 1811 ging Cornelius nach Rom, wo er sich mit Friedrich Overbeck anfreundete, Mitglied des Lukasbundes wurde und als ein Hauptvertreter des Nazarenerstils galt. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 200 €
Schätzpreis: 300 €
A. CORTÈS
Spanischer Künstler
Weidelandschaft mit einer Kuh, Ziege, Schaf und Hund sowie einem strickenden Hirtenmädchen. Oel auf Holz.
Signiert „A. Cortès“. 21 x 41 cm. Mit Retuschen. Gerahmt. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 260 €
Schätzpreis: 380 €
JACQUES-LOUIS DAVID – Nachfolge
Madame David. Bildnis der Künstlergattin Marguerite-Charlotte David, geb. Pecoul. Oel auf Leinwand nach dem 1813 entstandenen, sich in der National Gallery, Washington befindlichen Gemälde.
Signiert „Hess“ und datiert. 79,5 x 62,5 cm. Doubliert und mit Retuschen. Mit leichten Krakelüren, vereinzelten Farbabsplitterungen und Druckspuren. Gerahmt. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 1.000 €
Schätzpreis: 1.350 €
GEORG MARIA ECKERT
Heidelberg 1828 – 1901 Karlsruhe
Blick von der Ferne auf Waldenburg – „Heidelberg, Schloss Eingang zum Faß“ – Heidelberg, Blick vom Schlossgarten auf den gesprengten Turm. 3 Bll. teils gewischte Bleistiftzeichnungen (davon Bl. 2 mit zarter Aquarellierung in Ocker) um 1856.
Bl. 1 mit der Nachlaßsignatur „Georg Maria Eckert unterzeichnet von seiner Tochter El. M. Eckert“, datiert und ortsbezeichnet. Bll. 2 und 3 signiert (Bl. 2 kaum noch sichtbar) sowie Bl. 2 auf der Passepartoutblende (von fremder Hand ?) betitelt. Auf versch Papieren. 23,8 x 15,8 bis 31 x 45,5 cm. Sämtlich leicht gebräunt (Bl. 1 im Passepartoutausschnitt). Bl. 2 vereinzelt stockfleckig und Bl. 3 mit Eckfehlstelle. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 200 €
Schätzpreis: 280 €
GEORG MARIA ECKERT
Heidelberg 1828 – 1901 Karlsruhe
In einer Ebene gelegenes Städtchen, im Hintergrund Hügellandschaft. Stellenweise in Deckweiß gehöhtes und in Zartrot akzentuiertes Aquarell in Grautönen über Bleistiftvorzeichnung.
Mit der Nachlaßsignatur „Georg Maria Eckert unterzeichnet von seiner Tochter El. M. Eckert“. Auf bräunlichem Vélin. 31 x 45 cm. Stellenweise auf Unterlage montiert. Leicht gebräunt und stockfleckig. Ränder stellenweise gering wellig. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 100 €
Schätzpreis: 150 €
PETER ESKILSON, auch PER ESKILSSON
Billeberga 1820 – 1872 Bermö
Sitzende schwedische Bauersfrau mit Kind in der Stube. Oel auf Leinwand.
Links unten signiert. 51,5 x 43 cm. Mit leichten Retuschen, feinen Krakelüren und vereinzelten winzigen Farbabsplitterungen. Eskilson studierte nach seiner Ausbildung bei Gustav Hendrik Brusewitz in Göteborg von 1850-53 an der Stockholmer Kunstakademie und ab 1856 bei Bengt Nordenberg in Düsseldorf. „Er schuf detailliert ausgeführte Genrebilder“, wobei er hauptsächlich das Bauernleben in Uppland schilderte (AKL/AOW online). Gerahmt. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 360 €
Schätzpreis: 480 €
ANTON EYMER
1834 – Frankfurt/M. – 1917
Felsige Baumlandschaft. Landschaftsstudie. Stellenweise gewischte Bleistiftzeichnung 1857.
Rechts unten signiert und datiert „1. August 37“ sowie in der linken unteren Ecke „N.-57“. Auf leichtem chamoisfarbenem Vélin. 36,2 x 23,5 cm. Mit winzigen Nadelspuren in den Ecken sowie kleiner Eckfehlstelle rechts unten. Randbereich gering gebräunt und leicht unfrisch. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 200 €
Schätzpreis: 280 €
OTTO FEDDER
Schwerin 1873 – 1919 Wildschwaige am Taubenberg bei Darching
Winterlandschaft im Abendrot. Oel auf Leinwand.
Signiert. 20,5 x 35 cm. Mit schwachen Krakelüren und Fehlstellen im Bereich der Ränder. Der Künstler, der von W. von Dietz und E. v. Grützner gefördert wurde, bevorzugte kleine Bildformate mit Motiven aus dem Karwendelgebiet und dem Dachauer Moos, immer wieder auch als Winterlandschaften mit figürlicher Staffage. Gerahmt. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 160 €
Schätzpreis: 220 €
FERDINAND FELLNER
Frankfurt/M. 1799 -1859 Stuttgart
Sonnenblume. Bleistiftzeichnung aus einem Skizzenbuch.
Auf chamoisfarbenem Vélin mit Heftspuren am linken Rand. 15,8 x 9,6 cm. Hauptsächlich an den Rändern schwach fleckig. Obere Ecken mit dünnen Papierstellen. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 160 €
Schätzpreis: 220 €
ANSELM FEUERBACH – Umkreis
Bildnis einer sitzenden jungen Frau in schwarzer Kleidung. Oel auf Leinwand.
42 x 32,5 cm. Doubliert. Mit Krakelüren, Retuschen und vereinzelten winzigen Farbabsplitterungen. Nach tradierter Erzählung und Schreiben der Vorbesitzer soll es sich bei der Dargestellten um eine Nachbarstochter von Anselm Feuerbachs in Heidelberg lebender Stiefmutter Henriette Feuerbach handeln. Gerahmt. Beiliegen: Kern, G./H. Uhde-Bernays (Hrsg.); Anselm Feuerbachs Briefe an seine Mutter (2 Bde., Erstausgabe) – Feuerbach, Henriette (Hrsg.); Anselm Feuerbach. Ein Vermächtnis. 3 Bde. mit insges. 11 Bildtafeln (einschl. 2 Frontispize), Stammtafel, Personenregister und Text. Berlin, Meyer & Jessen, 1911 bzw. Berlin, Th. Knaur Nachf., (um 1930). Gr.- bzw. Kl.-8°. XVI/579, 476 und 319 SS. OPpbde. Meist mit leichten Gebrauchsspuren und handschriftlichen Notizen. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 700 €
Schätzpreis: 900 €
BERNHARD FRIES
Heidelberg 1820 – 1879 München
Marie Fries, Tochter von Ernst Fries. Brustbildnis der ältesten Künstlertochter. Oel auf Leinwand, auf Karton aufgezogen, um 1852.
Pérard 294. –
45 x 35,5 cm. Mit leichten Retuschen und feinen Krakelüren. Provenienz: Bankdirektor Fremerey, Heidelberg (Schwager der Künstler) und Nachfahren. Gerahmt. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 400 €
Schätzpreis: 550 €
BERNHARD FRIES
Heidelberg 1820 – 1879 München
Amalie Fries, verheiratete Fesquet, Tochter von Ernst Fries. Brustbildnis der zweitältesten Künstlertochter mit Halsschmuck. Oel auf Leinwand um 1852.
Pérard 295. –
48,5 x 43 cm. Ringsum mit leichten Druckstellen, entstanden durch den Spannrahmen. Mit leichten Retuschen, winziger Farbabsplitterung und feinen Krakelüren. Amalie heiratete 1862 Frédéric Fesquet und lebte bis zu dessen Tod 1872 in Paris, bevor sie wieder nach Heidelberg zurückkehrte. Provenienz: Bankdirektor Fremerey, Heidelberg (Schwager der Künstler) und Nachfahren. Gerahmt. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 400 €
Schätzpreis: 550 €

