„Am Bahnhof“.
Signiert und datiert. Verso nochmals signiert, monogrammiert, datiert, betitelt und bezeichnet „Preis 1500“ sowie mit Strich- und -pinselproben. 99,5 x 129 cm. Goettl begann 1954 sein Kunststudium in Freiburg i. Brsg. bei R. Dischinger und wechselte 1955 an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe zu K. Hubbuch. Ab 1966 war er Mitglied der Gruppen „Realisten“, „Tendenzen“ und „Die Unzeitgemäßen“. Seit 1959 als freischaffender Künstler in Karlsruhe tätig, gehört er zu den Hauptvertretern eines gesellschaftlich-politisch motivierten Realismus in Deutschland nach 1945. Mit oft großformatigen Oelgemälden auf Hartfaserplatte, aber auch als Aquarell oder Zeichnung setzt er die Tradition von O. Dix, G. Grosz und seines Lehrers K. Hubbuch fort. „Er notiert und verdichtet Beobachtungen in der lokalen Umgebung und auf Reisen. Neben Porträts und Figurenstudien entstehen v. A. Darstellungen mit belebten urbanen Situationen. Goettls Arbeiten zeichnet die präzise Schilderung von Gestus und Habitus der Personen aus; die detaillierte Beschreibung der Accessoires wie auch von Architektur verortet die Geschehen weiter in der Realität. Insgesamt liegt eine große Kontinuität dieses Werkes seit seinen Anfängen Mitte der 1950er Jahre vor…“ (AKL/AOW; online). Gerahmt. [bg]
