Das Erlebnis dreier Tage.

Späterer, breitrandiger Abdruck. Auf Vélin. 24 x 33 cm (Platte; Blatt: 38 x 54 cm). Für die Zeit typisches, kaleidoskopartig zusammengesetztes Bildgefüge: „In der Radierung ‘Das Erlebnis dreier Tage’ steht der Künstler in großer Figur hinter seiner in einem Puppenstuben-Raum klavierspielenden Mutter und in ländlicher und städtischer Umgebung. Vor der alles überragenden Gestalt Hubbuchs und der ihm zugeordneten mütterlichen Welt spielen sich rechts und links Auseinandersetzungen ab, die sich offenbar auf die in der Bildmitte sitzende junge Frau und ihr Verhältnis zum Künstler beziehen. Vermutlich handelt es sich um eine dramatisierte Eifersuchtsszene, die Hubbuch durch Über- und Unterordnung von topographischen, biographischen und psychologischen Zusammenhängen in eine inhaltliche und kompositorische Einheit einzubinden versucht.“ (W. Hartmann, Karl Hubbuch. Leben und Werk, a.o.O., S. 42). [bg]