Katalog
Von Winterberg|Kunst
Verschaffen Sie sich einen Überblick über unsere aktuelle Herbstauktion 2026. In unserem Auktionskatalog finden Sie alle Lots des Angebots. In der PDF zusätzlich wichtige Informationen zur Auktion, wie das Künstlerregister.
Auktion 113 am 24. Oktober 2026
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JOHANN FRIEDRICH FRANZ BRUDER
1782 – Dresden – 1838
Vue du Rabenkessel dans la Vallée de Raden près de Lilienstein sur l’Elbe en Saxe. Jagdgesellschaft im Rabenkessel (Raaber Kessel) in der Sächsischen Schweiz. Kolorierte Umrissradierung nach einer Zeichnung von J. G. Jentzsch.
Auf der Unterlage mit dem Titel. Auf Vélin. 37,3 x 52,5 cm (Darstellung). Bis zur Einfassungslinie (unter Verlust der Namenszüge/Schrift) beschnitten und alt auf bräunliches Vélin aufgezogen. Unterlage an den Rändern schwach braunfleckig und mit winzigen Klebespuren. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 200 €
Schätzpreis: 300 €
HEINRICH BÜRKEL
Pirmasens 1802 – 1869 München
Schmiede im Winter. Oel auf Leinwand um 1859/60.
Bühler-Krückl 711. –
Signiert (ligiert). 49 x 67 cm. Mit restaurierten Beschädigungen doubliert. Bürkel studierte ab 1822 für kurze Zeit an der Münchner Akademie, bildete sich aber vor allem autodidaktisch durch das Kopieren holländischer Meister wie Ph. Wouwerman, A. Bouwer, A. van Ostade und J. Ruisdael weiter. Er verband in seinem Frühwerk die Landschaft mit dem Genremotiv, die Staffage in seinen Gemälden erscheint als realistisch geschildertes Landleben. Das „Winterbild“ gilt als eines seiner Hauptthemenkreise und durchzieht nahezu sein gesamtes Oeuvre. Die Gemälde in Lasurtechnik entstanden nach einer Naturstudie in Bleistift bzw. Aquarell als Atelierbild, wobei ihn bei den Winterlandschaften die Darstellung der Luft und der Wolken in ihrer gedämpften und nuancierten Farbgebung besonders herausforderte. Das vorliegende Gemälde gehört zu einer Reihe von Gemälden mit dem Sujet „Schmiede im Winter“ (B.-K. 702-731), die etwa zwischen 1836-66 in verschiedenen Variationen entstanden. Mit dem Themenkomplex der Schmieden hatte sich Heinrich Bürkel bereits in den 1820er Jahren befasst, um ihn später in landschaftlich anderer Umgebung erneut zu variieren. Seine akribische Malweise lässt ihn auch bei einer vorherrschend tonigen Palette, die durch weiß verschneite Partien belebt wird, tiefenräumliche Wirkungen erzielen. Provenienz: Auktion Leo Spik, Berlin vom 07.06.1963, Kat.-Nr. 22; Norddeutsche Privatsammlung; Auktion Lempertz, Köln, Nr. 874 vom 10. 05. 2005, Kat.-Nr. 1041. Süddeutsche Privatsammlung. Gerahmt. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 10.000 €
Schätzpreis: 14.500 €
ANTON BURGER
Frankfurt/M. 1824 – 1905 Kronberg/Ts.
Blick durch einen Torbogen auf eine Mutter mit Kind bei einer Haustreppe. In den oberen Ecken Studien sitzender Figuren. Weiß- und orangegehöhte Pinselzeichnung in Grau mit Bleistift.
Verso mit dem Nachlass-Stempel (Lugt 314b) mit handschriftlicher -Nummer „307“. Auf leichtem hellgrauem Vélin, recto mit parallel verlaufenden vertikalen Linien. 19,6 x 25,4 cm. Mit geglätteten Faltungen. Mit kleinen Randläsuren sowie verso leichte Klebereste in den Ecken. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 160 €
Schätzpreis: 220 €
FRANZ VON DEFREGGER – zugeschrieben
Strobach bei Dölsach/Tirol 1835 – 1921 München
Brustbild eines Bauernmädchens mit Schultertuch. Kohlezeichnung.
Signiert. Auf bräunlichem Bütten. 27,5 x 20,4 cm. Unter Passepartout montiert. Leicht gebräunt und etwas angestaubt. Obere rechte Ecke mit durchscheinender Klebespur verso. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 200 €
Schätzpreis: 280 €
ANTON EYMER
1834 – Frankfurt/M. – 1917
Felsige Baumlandschaft. Landschaftsstudie. Stellenweise gewischte Bleistiftzeichnung 1857.
Rechts unten signiert und datiert „1. August 37“ sowie in der linken unteren Ecke „N.-57“. Auf leichtem chamoisfarbenem Vélin. 36,2 x 23,5 cm. Mit winzigen Nadelspuren in den Ecken sowie kleiner Eckfehlstelle rechts unten. Randbereich gering gebräunt und leicht unfrisch. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 160 €
Schätzpreis: 220 €
CARL LUDWIG FAHRBACH
Heidelberg 1835 – 1902 Düsseldorf
Rehe am Rande eines herbstlichen Buchenwaldes, im Vordergrund ein Bachlauf. Oel auf Leinwand 1896.
Vgl. Hornig 546 (Rehe am Waldrand vor tiefer Landschaft; Oel/Lwd. 1897; ähnliches Motiv). –
Signiert und datiert. 75 x 100,5 cm. Mit vereinzelten leichten Krakelüren. In den 1890er Jahren ändern sich Fahrbachs Blickwinkel bei seinen Waldlandschaften. War es zuvor vielfach der „Blick an einem Weg entlang oder vom Waldrand her in den Wald hinein“, so wendet sich nun der Blick „nicht mehr in den Wald hinein, sondern er wird anhand eines Bachlaufes oder Waldrandes aus dem Wald heraus oder durch ihn hindurch in die Tiefe des Bildes in eine helle, meist sonnenbeschienene, oft in herbstliche Farben leuchtende Landschaft […] geführt“ und zwei oder drei kleine Rehe bilden vielfach die Staffage (Hornig, Bd. I, S. 34 und passim). Provenienz: Galerie G. Paffrath, Düsseldorf; dt. Privatbesitz. Gerahmt. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 1.200 €
Schätzpreis: 1.400 €
FERDINAND FELLNER
Frankfurt/M. 1799 -1859 Stuttgart
Sonnenblume. Bleistiftzeichnung aus einem Skizzenbuch.
Auf chamoisfarbenem Vélin mit Heftspuren am linken Rand. 15,8 x 9,6 cm. Hauptsächlich an den Rändern schwach fleckig. Obere Ecken mit dünnen Papierstellen. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 120 €
Schätzpreis: 180 €
ANGE FRANCOIS
Brüssel 1800 – 1867 Brüssel bzw. 1872 Ixelles
Küchenmagd am Fenster, einen Messingtopf trocknend, auf dem Sims Karotten und Wirsing. Oel auf Holz 1860.
Signiert und datiert. 33,5 x 25 cm. Mit vereinzelten winzigen Farbabsplitterungen. Randbereich aufgrund der Rahmung mit Bereibungen, Farbabrieb (teils retuschiert) und kleinem Wurmloch. François, der zunächst von seinem Vater Joseph François ausgebildet wurde und danach an der Académie royale des Beaux Arts studierte, orientierte sich an den holländischen Meistern, darunter Gabriel Metsu. Gerahmt. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 500 €
Schätzpreis: 750 €
BERNHARD FRIES
Heidelberg 1820 – 1879 München
Studie eines Laubbaumes. Federzeichnung in Schwarzbraun und Bleistift.
Gebrüder Ernst und Bernhard Fries. Ausst.-Kat. Galerie Fach, Frankfurt a.M./Winterberg-Kunst, Heidelberg 2017, Nr. 52. –
Auf chamoisfarbenem Vélin. 39 x 26,6 cm. Leicht gebräunt. Unten mit geglätteten Knickfalten und vereinzelten kleinen dünnen Papierstellen. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 800 €
Schätzpreis: 1.200 €
ERNST FRIES
Heidelberg 1801 – 1833 Karlsruhe
Waldinneres mit Treppe zu einer Ruine. Bleistiftzeichnung 1823/27.
Gebrüder Ernst und Bernhard Fries. Ausst.-Kat. Galerie Fach, Frankfurt a.M./Winterberg-Kunst, Heidelberg 2017, Nr. 22. –
Rechts unten bezeichnet „Licht von der Linken“. Verso mit weiterer Bleistiftzeichnung (Detailansicht, Variante der Vorderseite). Auf chamoisfarbenem Bütten mit Wasserzeichen: Bekröntes Wappen mit Posthorn und den Initialen „KM“. 23,2 x 37,2 cm. Kleine Randläsuren sorgfältig restauriert. Vermutlich entstanden kurz nach dem Aufbruch (23.09.1823) zur Italienreise 1823-1827 in Begleitung von Johann Heinrich Schilbach (1798-1851) und den Brüdern Gottfried und Christoph Rist (um 1789-1824 bzw. 1790-1876), oder auf der Rückreise 1827. Der Weg nach Italien führte sie über München, Starnberger See, Kochelsee, Walchensee, Mittenwald, über den Brenner nach Sterzing usw. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 1.800 €
Schätzpreis: 2.500 €
ERNST FRIES
Heidelberg 1801 – 1833 Karlsruhe
Blick auf Civitella. In Deckweiß gehöhte Bleistiftzeichnung mit Akzentuierung in brauner Feder 1824.
Gebrüder Ernst und Bernhard Fries. Ausst.-Kat. Galerie Fach, Frankfurt a.M./Winterberg-Kunst, Heidelberg 2017, Nr. 24. –
Auf chamoisfarbenem Vélin. 28,2 x 43,3 cm. Ränder etwas wellig und geringfügig angestaubt. Mit geglätteter Eckknickfalte links sowie rechts unten einer Druckstelle. Obwohl die nachgewiesenen Zeichnungen mit Ansichten von oder bei Civitella im September 1826 entstanden sind (vgl. Wechssler WV 408-418), neigen wir zu der Annahme, dass das vorliegende Blatt bereits im September 1824, anlässlich Fries’ erstem Besuch in der Serpentara gezeichnet wurde. Dafür spricht die Ausführung mit Bleistift und Deckweiß wie bei Wechssler WV 183, 184 und 186, vgl. aber auch WV 192, Abb. S. 185: Blick von Osten auf Olevano, 1824. Diese Zeichnung ist zudem mit 28,2:43,3 cm von identischer Größe. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 4.000 €
Schätzpreis: 5.400 €
CARL LUDWIG FROMMEL
Schloß Birkenfeld 1789 – 1863 Ispringen
Steiniger Bachlauf mit Büschen am Ufer – Stromschnellen. 2 Oelgemälde auf Papier, auf Karton aufgezogen.
27,5 x 33 und 22,2 x 46 cm. Mit wenigen winzigen Farbabsplitterungen. Jeweils gerahmt. Aus dem Künstler-Nachlaß. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 360 €
Schätzpreis: 450 €
CARL LUDWIG FROMMEL
Schloß Birkenfeld 1789 – 1863 Ispringen
Baumstudie – Antikisierendes Ehrenmal im Wald. Stellenweise weißgehöhte und aquarellierte Sepiazeichnung bzw. Bleistiftzeichnung.
Auf bräunlichem bzw. chamoisfarbenem Vélin, Bl. 2 auf Unterlage mit geprägter Umrahmung mit Rankenbordüre aufgezogen. 6 x 15 und 17 x 12,8 cm. Bl. 2 im Passepartoutausschnitt gebräunt. Aus dem Künstler-Nachlaß. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 240 €
Schätzpreis: 300 €
CARL LUDWIG FROMMEL
Schloß Birkenfeld 1789 – 1863 Ispringen
Baumbestandene Flußlandschaft mit Schäfer und Herde. Radierung 1837.
Aus Andresen-Wessely 15. –
Mit dem Namenszug und Datum in der Platte. Auf Vélin. 30 x 25 cm. Unter Verlust des Plattenrandes beschnitten. Schwach angestaubt, geringfügig stockfleckig, mit winzigen Bereibungen (hauptsächlich im Randbereich) und leichten Eckknickspuren rechts oben. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 100 €
Schätzpreis: 140 €
FRIEDRICH VON GÄRTNER
Koblenz 1791 – 1847 München
Sechs Herren beim Schnupfen von Schnupftabak, vermutlich bekannte Münchener Persönlichkeiten. Bleistiftzeichnung 1823.
In brauner Feder signiert „Fr. Gärtner Archit.“, von fremder Hand datiert und ortsbezeichnet „München“ sowie in Bleistift unterhalb der zu Paaren angeordneten Personen mit (teils mundartlichem) Text (darunter: „Es geht halt nix über einen frischen Marino“; „Es ist derselbige, wie ihn Sr. Majestät, der König von Frankreich selbst zu Schnupfen pflegen“ und „Herr Baron werden sich selbst überzeugen…“; teils von fremder Hand ergänzt) und Nummerierung (vermutlich zur Angabe der Personen). Auf chamoisfarbenem Vélin. 17,8 x 32,2 cm (Passepartoutausschnitt). Unter Passepartout montiert. Leicht angestaubt und hauptsächlich am Unterrand sowie in der rechten oberen Ecke stockfleckig. Gärtner studierte Architektur in München, Karlsruhe und Paris. Ab 1820 hatte er eine Professur an der Münchner Akademie inne und wurde 1822 Direktor der Nymphenburger Porzellanmanufaktur. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 200 €
Schätzpreis: 280 €
LUDWIG GEBHARDT
1830 – München – 1908
Mittelalterliches Städtchen am Fluß. Oel auf Papier, auf Leinwand aufgezogen 1854.
Signiert und datiert (in Rot). 31,5 x 50,5 cm. Gegilbt, etwas fleckig und mit Krakelüren. Mit Absplitterungen im Bereich der Signatur am linken Unterrand. Gebhardt studierte nur kurz an der Kunstakademie in München und war dann – beeinflußt von Carl Rottmann und Ernst Fries – als Autodidakt tätig. Gerahmt. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 240 €
Schätzpreis: 300 €
GUGLIELMO GIUSTI
1824 – Neapel – nach 1916
Neapolitanische Küstenlandschaft, im Vordergrund zwei junge Frauen und ein Knabe in ländlicher Tracht. Gouache auf Karton.
Signiert. Auf Vélin. 33,5 x 46,5 cm (Passepartoutausschnitt). Unter Passepartout montiert. Im Bereich des Himmels schwach gegilbt und vereinzelt fleckig. Guglielmo Giusti studierte bei Teodoro Duclère in Neapel. Er spezialisierte sich auf die Darstellung der Landschaften von Neapel und Kampanien im romantischen Stil der Schule von Posillipo. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 800 €
Schätzpreis: 1.200 €
GUGLIELMO GIUSTI
1824 – Neapel – nach 1916
Blick auf Sorrent am Golf von Neapel. Gouache auf Karton.
Signiert (am rechten Rand nicht vollständig sichtbar). Auf Vélin. 26,5 x 40 cm (Passepartoutausschnitt). Unter Passepartout montiert. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 700 €
Schätzpreis: 950 €
OTTO GREINER
Leipzig 1869 – 1916 München
Golgatha (Kleine Kreuzigung Christi). Lithographie 1896.
Vogel 59
Signiert sowie mit dem seitenverkehrten Namenszug im Stein. Auf aufgewalztem bräunlichem China. 20 x 25,3 cm (Blatt: 33,6 x 39,8 cm). Mit Sammlernotizen in Bleistift am Unterrand. An den oberen Ecken aufgezogen. Breite Ränder gering gebräunt und mit vier leichten Klebespuren. Sammlung „FM“ (ligiert, in Rot; nicht bei Lugt). [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 100 €
Schätzpreis: 150 €
EDUARD VON GRÜTZNER
Großkarlowitz bei Neisse/Schlesien 1846 – 1925 München
Kopf eines Kardinals im Dreiviertelprofil nach links. Rötelzeichnung 1924.
Signiert und datiert. Auf chamoisfarbenem Vélin. 25 x 18 cm (Darstellung). Unter Passepartout montiert. Schwach fleckig und mit durchscheinenden Klebespuren an den Ecken. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 240 €
Schätzpreis: 300 €

