Katalog
Von Winterberg|Kunst
Verschaffen Sie sich einen Überblick über unsere aktuelle Herbstauktion 2026. In unserem Auktionskatalog finden Sie alle Lots des Angebots. In der PDF zusätzlich wichtige Informationen zur Auktion, wie das Künstlerregister.
Auktion 113 am 24. Oktober 2026
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Im folgenden Onlinekatalog haben Sie die Möglichkeit verschiedener Such- und Filterfunktionen.
GUSTAV FRIEDRICH PAPPERITZ
1813 – Dresden – 1861
Klosterruine Oybin bei Abendsonne. Pastell auf Papier, auf Holz aufgezogen.
In der rechten unteren Ecke monogrammiert (ligiert; vgl. Nagler Monogrammisten, Bd. II, 2962). Ca. 17 x 27 cm (Holz: 18 x 28 cm). Papperitz gilt als einer der begnadesten Schüler von J. C. Cl. Dahl, bei dem er an der Dresdner Akademie studierte. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 460 €
Schätzpreis: 580 €
JOHANN HEINRICH RAMBERG
1763 – Hannover – 1840
La Jument du Compère Pierre – Joconde (Corneillan avec la Jument). Erotische Darstellungen im Queroval. 2 Bll. Umrissradierungen zu den „Contes“ von La Fontaine, um 1800.
Nagler 10 und 11. Le Blanc 25 und 30. –
Beide mit dem Namenszug in der Platte. Auf kräftigem chamoisfarbenen Vélin. Je 29,8 x 38 cm. Beide schwach stockfleckig und mit Sammlernotizen in Bleistift am Unterrand. Spätere Abdrucke mit kleinen Druckauslassungen an der Einfassungslinie. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 100 €
Schätzpreis: 150 €
RAPHAEL – Nachfolge
Madonna mit dem Stieglitz. Oel auf Leinwand in Anlehnung an das 1506/07 entstandene, sich in der Galleria degli Uffizi, Florenz befindliche, gleichnamige Gemälde von Raphaello Sanzio, gen. Raphael (Inv.-Nr. 1447).
102 x 77 cm. 77 cm. Doubliert. Mit feinen Krakelüren und kleiner Druckstelle mit winziger Farbabsplitterung. Gerahmt. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 1.000 €
Schätzpreis: 1.500 €
LUIGI RICCARDI
Lyon 1808 – 1877 Mailand
Italienische Wassermühle. Pinselzeichnung in Braun über Bleistift.
Signiert. Auf Vélin. 12 x 10,2 cm. An drei Ecken auf Unterlage aufgezogen. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 180 €
Schätzpreis: 250 €
ADRIAN LUDWIG RICHTER
1803 – Dresden – 1884
Wie des Försters Eltern Brautleute wurden. Vorzeichnung zu dem gleichnamigen Holzschnitt aus der Folge „Die Spinnerin“, erschienen in „Die Spinnstube“, 15. Jahrgang, 1860. Bleistiftzeichnung, stellenweise mit bräunlichem Farbstift akzentuiert, um 1860.
Vgl. Hoff-Budde 2763. –
Monogrammiert „L.R.“. Auf Vélin. 9,5 x 8,2 cm. Auf Unterlage montiert. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 200 €
Schätzpreis: 280 €
AUGUSTE RODIN
Paris 1840 – 1917 Meudon
La Douleur, No. 1 (de La Porte de L’Enfer). Museumsreplik aus Kunstharz in Bronzeoptik nach Rodins um 1889-92 entstandener Skulptur, auf Sockel, 1983.
Mit dem Namenszug Rodins und Bezeichnung „N°“ auf der Plinthe, dem Copyright „By Musée Rodin 1983“ (Rückseite) sowie auf dem Sockel geprägte Bezeichnung „R / Reproduction / Musée Rodin / procédé / Art et Résine“. Höhe: 28 cm. Breite:16,5 cm. Tiefe 12 cm. Größe mit Sockel: 31 x 23 x 18 cm. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 300 €
Schätzpreis: 420 €
CARL ROTTMANN
Heidelberg 1797 – 1850 München
„Cap Zaffarano auf dem Weg nach Termini“. Blick auf die sizilianische Bucht bei Palermo. Bleistiftzeichnung.
Nicht bei Bierhaus-Rödiger. –
Links unten betitelt. Auf Vélin. 24 x 37 cm. Schwach fleckig, Randbereich leicht unfrisch und mit kleinen dünnen Papierstellen in den Ecken (hauptsächlich links unten). In den italienischen Landschaften strebte Rottmann in erster Linie Vereinfachung und Großräumigkeit an. Diese Landschaftsskizze entstand wohl auf seiner ersten Italienreise, während er 1827 von König Ludwig I. einen Auftrag zu einer Landschaft aus der Umgebung Palermos erhalten hatte, und im Frühling 1827 von Neapel nach Sizilien reiste. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 1.600 €
Schätzpreis: 2.200 €
FRIEDRICH SALATHE
Binningen 1793 – 1858 Paris
Grottaferrata in den Albaner Bergen. Blick auf Teile der Stadt mit Kirche. Lavierte Tuschfederzeichnung mit Bleistiftskizze aus einem Skizzenbuch.
Verso mit schwach sichtbarer Bleistiftstudie (Belaubter Ast). Auf chamoisfarbenem Vélin. 13,2 x 18,5 cm. Mit geglätteter vertikaler Faltung in der linken Hälfte. Randbereich gering unfrisch sowie mit zwei bräunlichen Fleckchen in der skizzierten unteren Darstellung. Verso mit leichten Klebespuren in den Ecken. Die Zeichnung entstand vermutlich um 1816, als der Künstler in Rom weilte und von dort aus Zeichenausflüge in die Umgebung unternahm. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 650 €
Schätzpreis: 800 €
HUBERT SALENTIN
Zülpich 1822 – 1910 Düsseldorf
Junge Reisigsammlerin mit Hund, auf einem Baumstamm sitzend. Oel auf Leinwand 1901.
Signiert, datiert und ortsbezeichnet „Düsseldorf“. 68 x 47,5 cm. Salentin, der zunächst als Nagelschmied tätig war, nahm erst 1849 Unterricht an der städtischen Zeichen- und Modellschule in Köln und begann sein Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie in der Vorbereitungsklasse von C. F. Sohn. Darauf folgten 1853 Studien in Herrischried (Schwarzwald) mit L. Knaus und B. Vautier d.Ä. , bevor er im Herbst Meisterschüler von W. Schadow wurde. Er wurde bekannt für seine Genreszenen, die teilweise in Düsseldorfer Künstler-Alben und illustrierten Zeitschriften reproduziert wurden, beteiligte sich an Ausstellungen in Berlin, Düsseldorf, Köln u.a. und wurde zu einem der populärsten Vertreter der Düsseldorfer Genremalerei der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts (Bruckmann, Lexikon der Düsseldorfer Malerschule, Bd. 3, S. 172ff, passim). Gemälde in sehr gutem Zustand unter Glas in breitem dekorativem Goldrahmen. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 1.500 €
Schätzpreis: 2.200 €
GUIDO SCHMITT
Heidelberg 1834 – 1922 Miltenberg
Virginia Water (England). Seelandschaft bei Vollmond, im Vordergrund ein mächtiger Baum. Weißgehöhte Zeichnung in Kohle und schwarzer Kreide 1881.
Auf der Rückwand alt bezeichnet (Künstler, Titel, Datum). Auf chamoisfarbenem Vélin. 40 x 56,8 cm. Mit vereinzelten winzigen Oberflächenverletzungen (vermutlich durch ehemaligen Glasbruch). Eckabriss unten rechts wieder angefügt. 1859 reiste der Künstler nach England, wo er ca. 30 Jahre lang lebte und gefragter Porträtmaler der Londoner Hocharistokratie wurde. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 400 €
Schätzpreis: 480 €
CASPAR SCHNEIDER
1753 – Mainz – 1839
Südliche Ideallandschaft mit rastender Hirtin und Bauer mit seinem Esel auf einer Brücke. Oel auf aus 3 Teilen zusammengesetzem Holz (Zinkenverbindung mit konischen Schwalbenschwanzverbindungen) 1789.
Signiert und datiert. 56 x 73 cm. Mit Riß, vor allem in Bereich der oberen Zinkung sowie Retuschen. Schneider war einer der gefragtesten Porträt-, Landschafts- und Vedutenmaler seiner Zeit in Mainz, der in fürstlichen Kreisen ebenso geschätzt wurde wie vom bürgerlichen Publikum. 1785 entstand sein erstes, datiertes Landschaftsgemälde, das mit der farbigen Abstufung des Tiefenraums vom Vorder- zum Hintergrund und den bildparallelen, horizontalen Landschaftsstreifen kompositionell der niederländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts verpflichtet war. Nachhaltigen Eindruck übten auch die Werke von Herman Saftleven sowie von Christian Georg Schütz d.Ä. aus. In seinen landschaftlichen Veduten konzentrierte sich Schneider auf realistische und topographisch genaue Darstellungen, bevor er sich ab Ende der 1780er Jahren arkadisch verklärten Ideallandschaften mit Gebirgen oder Flüssen nach dem Vorbild Claude Lorrains, Nicolas Poussins oder Ferdinand Kobells zuwandte, wobei er auch Staffagefiguren wie flötende oder ruhende Hirten oder am See lagerndes Vieh mit verwendete. „Schneider bedient den Geschmack seiner Käufer besonders durch sein eklektizistisches Arbeiten und Kompilieren verschiedener Vorbilder und Einflüsse. In Schneiders Arbeiten ist der stilistische Wandel von rokokoartiger Auffassung zur klassizistischen Vedute und romantischen Landschaft des 19. Jahrhunderts sichtbar“ (AOW/AKL; online). Gerahmt. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 1.000 €
Schätzpreis: 1.400 €
THEOPHILE ALEXANDRE STEINLEN
Lausanne 1859 – 1923 Paris
Deux Chats. Kaltnadelradierung mit Plattenton 1914.
Expl. „35/6“. Signiert sowie mit dem Namenszug und Datum in der Platte. Auf Bütten mit mit dem Verleger-Wasserzeichen von Eug. Delâtre. 29,5 x 29,2 cm (Darstellung; Blatt: 38,5 x 36 cm). Im Passepartoutausschnitt gering gebräunt. Schach angestaubt. Hauptsächlich am äußeren Oberrand stellenweise (wasser ? -) fleckig. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 800 €
Schätzpreis: 1.200 €
FRANZ VON STUCK
Tettenweis bei Passau 1863 – 1928 München
Die Sinnlichkeit. Radierung (seitenverkehrt) nach dem gleichnamigen Gemälde um 1889.
Vgl. Bierbaum (1908) Abb. 121. –
Signiert sowie mit dem Namenszug und Titel in der Platte. Auf chamoisfarbenem Vélin. 21,6 x 17,5 cm. Sehr breite Ränder schwach angestaubt und mit winzigen Läsuren. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 800 €
Schätzpreis: 980 €
JEAN THOMAS THIBAULT, auch: THIBAUT
Montier-en-Der (Haute-Marne) 1757 – 1826 Paris
Ansicht der Kirche Santa Pudenziana in Rom, der wohl ältesten römischen Kirche. Bleistiftzeichnung 1823.
Rechts unten bezeichnet und datiert „Sta Pudentiana / Roma 29. agosto 1823“. Auf chamoisfarbenem Vélin mit angeschnittenem Wasserzeichen: OL & Co. 26,4 x 41,5 cm. Geringfügig fleckig und minimal unfrisch. Mit winzigen Eckläsuren (darunter hinterlegte Fehlstelle rechts unten). Thibault wurde an der École gratuite de Dessin in Paris ausgebildet. Zunächst als Zeichner und Bauleiter tätig, nahm er 1782 am Grand Prix der Académie royale d’Architecture teil, wo die Mitglieder auf ihn und seinen Entwurf aufmerksam wurden. Im Folgejahr wurde er Schüler von Etienne-Louis Boullée und entwarf in dessen Atelier mehrere Projektskizzen. Ab 1786 hielt sich Thibault immer wieder in Rom auf und war sowohl als Architekt als auch als (Landschafts-) Maler tätig (AOW/AKL online; passim). [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 460 €
Schätzpreis: 580 €
HANS THOMA
Bernau 1839 – 1924 Karlsruhe
Idyll I (Kinderlied I) mit 2 Bäumchen – Ziegenhirten (Mutterslehn II) – Blümlisalp, 3 Bll. Radierungen 1904-17.
Beringer 66, II; 196, III und 210, I (von IV). –
Sämtlich signiert sowie mit dem Monogramm, 2 Bll. mit dem/den Daten und Ortsbezeichnung, Bl. 3 mit dem Titel in der Platte. Auf festem Vélin. 20,1 x 23,2 bis 29,3 x 24,2 cm. Sämtlich an den breiten Rändern gering unfrisch und 2 Bll. gering bzw. leicht gebräunt. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 180 €
Schätzpreis: 240 €
EMIL VOLKERS
Birkenfeld 1831 – 1905 Düsseldorf
Gesattelter Brauner im Stall. Oel auf Holz 1901.
Signiert und datiert. Ca. 32 x 44 cm. Mit vereinzelten Farbabsplitterungen und minimal gebräunt. Nach einer anfänglichen Ausbildung in Dresden setzte der Künstler seine Studien zwischen 1852 und 1857 unter Albrecht und Franz Adam in München fort. Ab 1857 in Düsseldorf tätig, bevorzugte Volkers Reiter- und Pferdebildnisse sowie militärische Darstellungen. Gerahmt. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 1.400 €
Schätzpreis: 1.800 €
WILHELM VOLZ
Karlsruhe 1855 – 1901 München
Zwei Frauen im Park. Weißgehöhtes Aquarell.
Signiert. Auf bräunlichem Vélin. 32,3 x 44 cm (Passepartoutausschnitt). Mit drei kleinen Bereibungen am oberen Rand und unter Blende montiert. Vermutlich Motiv aus dem Karlsruher Stadtgarten. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 260 €
Schätzpreis: 320 €
KARL WAGNER
Karlsruhe 1839 – 1923 Düsseldorf
Holländischer Hafen, vermutlich Rotterdam mit der Laurenskerk. Oel auf Leinwand.
Signiert. 50 x 82 cm. Mit vereinzelten winzigen Retuschen. Wagner, der 1854-64 an der Karlsruher Akademie bei L. Des Coudres studierte, malte zunächst Historienbilder und Porträts. Bekannt wurde er durch seine Hafenszenen, in denen er auch das Alltagsleben holländischer Hafenleute darstellte. Gerahmt. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 400 €
Schätzpreis: 500 €
KARL WAGNER
Karlsruhe 1839 – 1923 Düsseldorf
Belebte Szene am Rotterdamer Quai. Oel auf Leinwand.
Signiert sowie verso auf den Spannrahmen appliziertem alten Etikett in brauner Feder u.a. mit „Aus Rotterdam“ bezeichnet. 69 x 55 cm. Am linken Rand und im Bereich des Himmels retuschiert. Gerahmt. [ms]
Start-/Nachverkaufspreis: 360 €
Schätzpreis: 450 €
KARL WEYSSER
Karlsruhe-Durlach 1833 – 1904 Heidelberg
Bad Wimpfen am Berg. Blick auf Häuser unterhalb der Kaiserpfalz mit den Wehrmauern, dem Roten Turm und dem Nürnberger Türmchen. Stellenweise in Deckweiß gehöhte und in Graubraun aquarellierte Federzeichnung in Schwarzbraun über Bleistift mit Einfassungslinie 1881.
Nicht bei Lehmann. –
Monogrammiert (seitenverkehrt), datiert „81“ und ortsbezeichnet „Wimpfen a/Berg“. Verso mit den Nachlaß-Stempel. Auf bräunlichem Bütten. 22 x 29,2 cm. Leicht angestaubt und gering stockfleckig. Mit dünner Papierstelle sowie Ränder hinterklebt. [bg]
Start-/Nachverkaufspreis: 160 €
Schätzpreis: 220 €

